Kriege_Sauna_Session
„Kriege“ ist nicht zwischen Terminen entstanden. Nicht mit dem Gedanken, daraus irgendetwas machen zu müssen. Der Song kam in einem Moment, in dem es still war. Sauna. Ein Glas Rotwein. Keine Stimmen mehr von außen. Nur ich und diese Gedanken, die seit Jahren irgendwo mitlaufen. Diese Bilder aus den Nachrichten. Diese Selbstverständlichkeit, mit der heute über Tote gesprochen wird. Als wären es Zahlen. Nicht Menschen. Mich hat das nie geschafft abzustumpfen. Vielleicht weil ich selbst Vater bin. Vielleicht weil ich mich zu oft frage, wie sich eine Mutter fühlt, die ihr Kind nie wieder nach Hause kommen sieht. In dieser Nacht kamen die ersten Zeilen zurück. Ein Text, den ich als Jugendlicher schon einmal begonnen hatte. Dreißig Jahre später war er plötzlich wieder da. Schwerer. Ehrlicher. Echter. Und genau daraus ist „Kriege“ entstanden.r
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