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Rotatorenmanschette: Operieren oder trainieren?

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May 10, 2026
3:21

Rotatorenmanschettenriss, muss der wirklich operiert werden? Die ehrliche Antwort: In vielen Fällen nein. Studien zeigen, dass strukturelle Sehnenrisse häufig zufällig entdeckt werden, bei Menschen ohne jegliche Beschwerden. Die Korrelation zwischen dem MRT-Befund und den Schmerzen ist schwächer, als viele annehmen. Was wirklich zählt, ist nicht das Bild im MRT, sondern die Funktion deiner Schulter und die Qualität deines Alltags. Konservative Therapie reicht aus: – Kein vollständiger Kraftverlust – Keine akute Traumaursache (z. B. Sturz, Luxation) – Beschwerden bestehen seit weniger als 3-6 Monaten – Keine relevante Funktionseinschränkung In diesen Fällen ist gezieltes Kräftigungstraining der Rotatorenmanschette, kombiniert mit physiotherapeutischer Behandlung, genauso wirksam wie eine Operation. Das belegen randomisierte Studien wie die MOON Shoulder Group Trials. Eine Operation ist sinnvoll: – Vollriss mit akutem Trauma und deutlichem Kraftverlust – Fehlendes Ansprechen auf 3-6 Monate konservative Therapie – Junges Alter mit hohen funktionellen Anforderungen Ein MRT-Befund ist kein Operationsauftrag. Er ist ein Teil der Gesamtbewertung, nicht mehr und nicht weniger. Wer dir beim ersten Gespräch ausschließlich Operationsoptionen anbietet, ohne eine strukturierte konservative Phase zu erwägen, sollte eine zweite Meinung einholen lassen. #Rotatorenmanschette #Schulterchirurgie #EvidenzbasierteMedizin #Physiotherapie #Schultergesundheit

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