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Storchennest Live Webcam in Bad Salzungen, Thüringen

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Started streaming on Feb 11, 2026

Das Storchennest auf dem Bohrturm vom Gradierwerk in Bad Salzungen Der Grundstein für das Storchennest auf dem Bohrturm wurde 1998 mit dem Aufbau einer hölzernen Nestunterlage gelegt. Weißstörche siedelten sich an und brüteten mehrmals. Als das Holz der Nistplattform verrottete und ein schweres Nest nicht mehr sicher tragen konnte, wurde in Abstimmung von Stadtverwaltung und der hiesiger Naturschutzgruppe eine neue, moderne Form einer Nestunterlage aus Metall geschaffen und am 2. März 2011 mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr und NABU-Mitgliedern auf dem hohen Turm des Gradierwerkes unmittelbar an der Bahn für die Störche aufgebaut. Seitdem brütet alljährlich ein Storchenpaar auf dem 18 m hohen Turm. 2012 installierte die Stadtverwaltung zusätzlich eine Webcam unmittelbar an einem Seitenarm des Nestes. So können interessierte Menschen das intime Leben der geliebten Großvögel gut beobachten. Störche machen jährlich nur eine Brut. Die Eier werden meist im Abstand von 2 Tagen gelegt. Das vollständige Gelege umfasst 4 bis 6 Eier, meist sind es 5 Eier, wie in diesem Jahr. Die Befruchtung erfolgt während vieler Paarungen zwischen der Ankunft der Brutpartner am Nest und dem Brutbeginn. Wir Menschen können das Geschlecht, also wer Männchen und wer Weibchen ist, nicht sicher erkennen. Meist ist der Storchenmann etwas größer und kräftiger, aber die Körpermaße variieren und sind kein sicheres Unterscheidungsmerkmal. Meist wird ab dem 2. Ei ohne längere Unterbrechung ständig gebrütet. Dabei wechseln sich Storch und Störchin nach mehreren Stunden regelmäßig ab. Bei dem diesjährigen 5er Gelege wird voraussichtlich um den 25./26. April das Schlüpfen der Küken beginnen. Genau lässt sich das Datum nicht vorhersagen. Es ist normal, dass sich nicht aus allen Eiern flügge Jungstörche entwickeln werden. Der Bruterfolg ist abhängig von der Befruchtung der Eier, der jeweiligen Witterung während der Nestlingszeit, dem vorhandenen Nahrungsangebot in den Wiesen im Umkreis von 5 km und eventuell von Verlusten bei Horstkämpfen mit fremden Störchen. In diesem Nest gab es von 2011 bis 2025 in 16 Jahren 21 flügge Jungstörche, meist 2 und mehrfach auch keinen einzigen flüggen Jungvogel. Im Mittel wurde bei diesen Bruten nur 1,3 Junge groß. Bei 20 % der Bruten gibt es keinen Bruterfolg, also keinen Nachwuchs. Unsere Störche sind freilebende Wildvögel. Auch in tragischen Situationen wird nicht in das Naturgeschehen eingegriffen. Bisher sind beiden Brutpartner ihren Elternpflichten sehr vorbildlich nachgekommen. Mit Spannung werden wir das weitere Geschehen in der Storchenkinderstube verfolgen und wünschen den Störchen guten Bruterfolg und flüggen Nachwuchs. Klaus Schmidt, ehrenamtlicher Storchenfachmann des NABU

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