Versagt
Vor der Insel, still und grau, zieht ein Schatten seine Bahn, keine Küste, kein Zuhause, nur ein Herz, das treiben kann. Menschen stehen stumm am Ufer, Augen voller Fragezeichen, wie ein Riese aus der Tiefe kann er doch dem Land nicht weichen. Und wir schauen, ohne Worte, während Zeit im Wasser bricht, was ihn rief aus seinen Orten, wissen wir am Ende nicht. Zwischen den Wellen, fern seiner Welt, ein Lied, das im Schweigen verhallt, wir hören es kaum, doch es trägt so weit, durch die Kälte, durch Raum und Zeit. Zwischen den Wellen, allein und so schwer, trägt ihn die Strömung nicht mehr, und wir stehen hier, klein und verloren, haben sein Flüstern nie wirklich gehört. Vielleicht war’s Lärm aus unsern Städten, oder Netze, die ihn führten, unsre Wege, unsre Grenzen, die sein offnes Meer berührten. Er zog Kreise, immer enger, bis das Blau zu flach erschien, wo einst Tiefe ohne Ende, blieb nur fremdes, stilles Ziehn. Und wir zählen seine Atem, jede Welle wie ein Schwur, doch wir stehen nur am Rande, finden keine rechte Spur. Zwischen den Wellen, fern seiner Welt, ein Lied, das im Schweigen verhallt, wir hören es kaum, doch es trägt so weit, durch die Kälte, durch Raum und Zeit. Zwischen den Wellen, allein und so schwer, trägt ihn die Strömung nicht mehr, und wir stehen hier, klein und verloren, haben sein Flüstern nie wirklich gehört. Wenn das Meer ihn wieder ruft, und die Tiefe seinen Namen kennt, bleibt von uns nur diese Frage, die im Wind verbrennt: Warum hören wir erst zu, wenn die Stille lauter schreit? Warum sehen wir die Wunder erst am Rand der Endlichkeit? Zwischen den Wellen, fern seiner Welt, ein Lied, das im Schweigen verhallt, wir hören es kaum, doch es trägt so weit, durch die Kälte, durch Raum und Zeit… Vor der Insel ebbt die Welle, und das Wasser wird ganz klar, doch was bleibt, ist nur die Ahnung, dass er nie für uns gedacht war.
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