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Wochenstart

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Dec 8, 2025
3:59

Tauche ein in die Stille der Nacht, bevor die neue Woche beginnt. "WOCHENSTART" ist eine musikalische Reise über endlose Autobahnen, vorbei an einsamen Leitplanken und dem fernen Leuchten der Stadt. Viel Spaß beim Mitkommen. Text: Die Uhr zeigt spät, weit nach Mitternacht, Motor summt leise, die Seele erwacht. Allein auf dem Asphalt, mein Reich, die Autobahn, Kilometer fressen, die Melancholie fängt an. Scheinwerferstrahl schneidet durch's endlose Schwarz, Links zieh'n Leitplanken vorbei, ein stummer Sarg Für die Gedanken, die sich verlieren im Nichts. Rechts die Schwärze, nur erahnt, ein diffuses Licht. Grauer Beton, mein einziger Vertrauter in dieser Zeit, Muss ich kapitulieren? Nein, weiter geht's, mein Guide Ist das Gaspedal, die Reise geht tiefer hinein, In diesen Kokon aus Stahl und Plastik, meiner Einsamkeit. Autobahnkreuze, Wirrwarr aus Rampen und Licht, Navi spricht leise, 'ne synthetische Pflicht. Jedes Abzweigen ein Wechselspiel aus Schatten und Schein, Doch mein Weg ist klar, halte die Spur, muss allein Diesen Pfad gehen, bis der Morgen die Geister vertreibt. Dort fern am Horizont, ein Leuchten, das nie bleibt In derselben Form, die Metropole ruft, noch diffus, Ein Meer aus Pixeln, ein städtischer Fluss. Noch jenseits meiner Reichweite, doch die Ahnung ist da, Ein Versprechen auf Hektik, auf ein 'irgendwann', ein 'ja'. Vorbei am Flughafen, dieses Monstrum aus Glas und Stahl, Nie schlafend, immer am Puls, ein ewiger Schall. Starts und Landungen, Lichterketten in der Luft, Flugzeuge zieh'n Spuren, wie mein Atem, dieser Duft Von Diesel und Teer, vermischt sich in der Nacht, Während ferne Dörfchen in tiefstem Schlaf sind gemacht. Winzige Lichter, wie glimmende Funken im Wald, Jeder Baum eine Silhouette, die Geschichte mir bald Erzählen wird – oder auch nicht, ich zieh' einfach vorbei, Ein Geisterfahrer durch Zeit und Raum, ich bin frei. Und dann sind da die anderen, die auch diesen Weg teilen. Ein paar LKW, Giganten auf ihren schnellen Meilen, Der Fahrer nickt kurz zu, im Vorüberfahren dann, Wir kennen das Gefühl, dieser einsame Plan. Manchmal ein paar Nachtschwärmer, kommen von der Feier, Ihre Rücklichter tanzen, wie ein glimmendes Feuer Am Horizont meiner Windschutzscheibe, flüchtig und schnell, Und die ersten Pendler, schon vor dem Hahnenschrei. Mit müden Augen, auf der Linie, mitten im Einerlei, Bereit für den Tag, für die neue Woche, vorbei am ersten Licht, das noch nicht da ist, doch der Geist ist schon dort. Sie alle strömen rein in die neue Woche, ein Fluss Ohne Unterbruch, jeder Atemzug ein Beweis. Voller Leben, Hektik, dieser ewige Lebensfluss, Voller Arbeit, die uns hält, die uns formt, die uns schweiß- Gebadet antreibt, voller Freude, die die Seele befreit, Doch auch voller Sorgen, die leise im Dunkel bereit Lauern, auf uns warten, wenn der Morgen dann beginnt, Ein Kreislauf, ein Zyklus, wenn der neue Tag uns einfängt, uns bindet. Doch jetzt ist die Nacht, und ich bin immer noch hier, Grauer Beton als Zeuge, mein einziger Helfer, schier. Das Gaspedal gedrückt, der Horizont verschwimmt, Die Einsamkeit schwebt, bis der neue Tag beginnt. Noch ist die Nacht, vor dem Licht der Pflicht, Grauer Beton, mein letztes Gedicht.

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