Abgetaucht
Sirenen schneiden durch die Nacht wie kaltes Neonlicht, Schlagzeilen brennen sich in meine müden Augen dicht. Jeder schreit, doch keiner hört dem andern wirklich zu, Worte wie Geschosse – und ich frag mich: Wozu? Fenster offen, doch es kommt nur Rauch herein, Menschen werfen Bomben, nennen es „Befreiung“ und „Nein“. Und irgendwo im Feed ein neuer digitaler Krieg, Zwischen Hass-Kommentaren und verletztem Stolz, der nie verzieht. Ich häng mittendrin im Sirenenton, Zwischen Wahrheit und Illusion. Alles dreht sich viel zu schnell, Meine Gedanken werden grell. Ich bin abgetaucht, tief unter den Lärm, Diese Welt ist nur noch Chaos, nur noch fern von warm. Sie ist nur noch kaputt, nur noch Kampf und Geschrei, Menschen gegen Menschen – und ich steh dabei. Ich will das alles nicht mehr sehen, Will nicht mehr zwischen Trümmern stehen. Ich will nur Ruhe, einen stillen Raum, Einen Atemzug ohne Albtraum. Auf den Straßen brennen Flaggen, in den Köpfen Wut, Jeder glaubt, er kämpft für etwas – doch es endet nie gut. Verbal wie Maschinengewehre im Sekundentakt, Ein falsches Wort und wieder ist ein Herz geknackt. Kinder lernen früh, was Spaltung heißt, Wie man Grenzen zieht und sich in Feindbildern verbeißt. Und ich such nach einem Ort, der noch leise ist, Wo Frieden mehr ist als ein Wort, das man vergisst. Ich häng mittendrin im Gegenwind, Frag mich, wer wir wirklich sind. Zwischen Schlagzeile und Realität Geht ein Teil von mir zu spät. Ich bin abgetaucht, tief unter den Lärm, Diese Welt ist nur noch Chaos, nur noch fern von warm. Sie ist nur noch kaputt, nur noch Kampf und Geschrei, Menschen gegen Menschen – und ich steh dabei. Ich will das alles nicht mehr sehen, Will nicht mehr zwischen Trümmern stehen. Ich will nur Ruhe, einen stillen Raum, Einen Atemzug ohne Albtraum. Vielleicht gibt es einen Ozean Unter all dem Wahnsinn irgendwann, Wo keine Bomben, keine Worte schrei’n, Wo wir einfach nur noch Menschen sein’n. Ich tauch hinab, halt die Luft an, Lass den Lärm ziehn, so gut ich kann. Wenn die Welt sich selbst nicht heilt, Such ich Stille, die mich teilt. Ich bin abgetaucht, tief unter den Lärm, Lass die Wellen über mir – ich halt mich fern. Denn diese Welt ist nur noch müde, nur noch wund, Und ich such den Frieden auf Meeresgrund. Ich will das alles nicht mehr hören, Nicht noch mehr verlorene Seelen schwören. Ich will nur Ruhe, einen stillen Raum, Und vielleicht irgendwann wieder Traum.
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