Her zu uns!
Her zu uns, wir schreiten, schreiten, faßt was stritt - faßt den Tritt, deutsches Lied wird uns geleiten, Brüder, Schwestern schreitet mit. Eines Volkes ohne Grenzen - Werkmann, Bauer, Bürger, gleich - wandern wir aus frühen Lenzen in die Sommer erntereich. Heilig Wort, das uns verbindet, Muttersprache, zart und groß, hat die Herzen all entzündet, alle trägt ein einzig Los. Lied und Glauben, Recht und sitte, hast du groß der Welt verschenkt, wachse, deutsches Volk der Mitte, allen Völkern eingesenkt. Her zu uns, wir schreiten, schreiten, faßt was stritt - faßt den Tritt, deutsches Lied wird uns geleiten, Brüder, Schwestern schreitet mit. Worte: Hans Friedrich Blunck Weise: Rudolf Tisken e / H7 / e / e / a / H7 / a / e / H7 / e / e / a / H/ / e / e / H7 / e / Zu diesem Text gibt es gemäß DeutschesLied.com 5 andere Melodien, teilweise ist es als „Wanderlied“ betitelt. Hans Friedrich Blunck, geboren im September 1888 in Altona und gestorben im April 1961 in Hamburg, war Jurist und Schriftsteller. Er studierte Rechtswissenschaften in Kiel und Heidelberg und promovierte zum Dr. jur. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er zunächst als Regierungsrat und später als Syndikus der Universität Hamburg. Blunck war literarisch aktiv und veröffentlichte zahlreiche Romane und Erzählungen, die sich oft mit nordischen Themen und der hanseatischen Geschichte beschäftigten. Er war Mitbegründer der Vereinigung „Die Kogge“ und engagierte sich in der Literaturverwaltung des Dritten Reichs. Von 1933 bis 1935 war er Präsident der Reichsschrifttumskammer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er interniert, konnte aber später wieder als Schriftsteller tätig sein. Sein Werk umfaßt historische Romane, Märchen, Sagen und plattdeutsche Lyrik. Über den Komponisten Rudolf Tisken sind kaum Informationen auffindbar. Gemäß deutscheslied.com wurde er 1910 geboren. Er wird als Autor und Mitgestalter einiger weniger und seltener Liedersammlungen aus den 1930er Jahren genannt. Auch bei in totalitären Systemen entstandenen „unpolitischen Gemütsliedern“, die sich auf Jahreszeitfeste, Naturereignisse o. ä. beziehen, sei darauf hinzuweisen, daß diese zur Verfestigung und Ausgestaltung totalitärer Zustände beigetragen haben können, zumal wenn sie von Protagonisten dieser Systeme mit entsprechender Intention verfaßt wurden. Von einer beliebig konnotierbaren Wirkmächtigkeit ist aber kein kultureller Akt ausgeschlossen. Auf diesem Kanal aufbereitete historische Lieder und Gedichte können als Dokumente eines vergangenen gesellschaftlichen Kontextes dienen oder auch einen Zuhörer mit zeitlosen und epochenübergreifenden Gemütslagen erfüllen, keinesfalls aber sollen sie totalitäre Zustände verklären.
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